Leichtigkeit mit Lichtenergie

Meditation - Ein Überblick

Info
Druck
Einstellungen
Impressum
Ihre Meinung
Wasserfall im Gebirge
Inhalt
1. Was ist eine Meditation?
1.1. Die Sache mit der Energie.
1.2. Was bewirkt Meditation?
2. Meditation lernen.
2.1. Äußere Einflüsse.
2.2. Meditationshaltung.
2.3. Geführte Meditation.
2.3.1. Der Einklang.
2.3.2. Die Meditation.
2.3.3. Der Ausklang.

1. Was ist eine Meditation?

Immer wieder kann man von Menschen hören, die meditieren. Dabei können die meisten Menschen mit dem Begriff „Meditation“ nicht viel anfangen. Für viele Menschen ist Meditation eine Beschäftigung, dessen Sinn nicht nachvollziehbar ist. Oftmals werden Menschen, welche meditieren, als weltfremd angesehen; eine Einschätzung, die, angesichts unserer hektischen und leistungsorientierten Zeit, durchaus nachvollziehbar ist, da Spiritualität mit unserer technisierten Welt letztlich nicht vereinbar scheint.
Aber gerade, weil wir in einer hektischen und leistungsorientierten Welt leben, übt diese Lebensweise eine, wie ich meine, negative Kraft auf uns aus. Wir sind umgeben von Leistungsdruck, der in Stress ausartet, und unsere seelische Konstitution in ein Ungleichgewicht drängt. Dieses Leben bringt es mit sich, dass auch unser körperliches Wohlbefinden leidet. Dies zeigt sich vor allem in unserer körperlichen Kondition. So mancher merkt, dass er beim Treppensteigen, beim Laufen, oder bei anderen körperlichen Anstrengungen nach Luft ringt. Und jeder weiß, dass er für seine körperliche Kondition etwas tun kann: Fitness Studio.

Und die geistige Konstitution?

nach oben

1.1. Die Sache mit der Energie.

Wir Deutsche sind Weltmeister im Reisen. Jahr für Jahr werden Milliarden für Urlaubsreisen ausgegeben; von Leuten, die „mitten im Leben“ stehen. Also von Menschen, die sich als zeitgemäß und logisch denkend beschreiben. Nach dem Urlaub bleibt meist eine begrenzte Anzahl selbst geknipster Bilder, und oftmals Ebbe im Geldbeutel übrig. Und viele Erinnerungen an schöne Augenblicke während des Urlaubs.
Wenn man Menschen fragt, warum sie in ihrem Urlaub in ferne Länder reisen, so erhält man unterschiedliche Antworten:

Man möchte…

-
fremde Kulturen kennen lernen.
-
anderes Klima spüren
-
Sonne tanken
-
im Meer baden
-
etwas Schönes erleben
-
sich erholen / sich regenerieren
-
wieder fitt werden
-
bedient werden
-
usw.

Diese Antworten zeigen, dass dies alles Tätigkeiten / Eigenschaften sind, welche im normalen Leben nicht so ohne weiteres durchgeführt oder erlebt werden können. Es zeigt auch, dass wir auch auf der Suche sind – nach anderen Erfahrungen, nach anderen Tätigkeiten. Letzten Endes zeigt es auch, dass wir durch diese Reisen meist auch noch etwas anderes finden: Entspannung und Erholung.

Wenn Sie ihren Urlaub genießen konnten und sich erholt haben so merken Sie, dass dann in ihrem „sonstigen Leben“ manches leichter fällt als vorher; weil Sie sich während ihrem Urlaub den Alltag hinter sich lassen konnten. Sie spüren, dass sie leistungsstärker geworden sind. Nicht von ungefähr sagt man auch, dass man im Urlaub „Energie getankt“ hat.

Energie tanken? Während des Urlaubs? Welche Energie???

Hier scheint sich ein Widerspruch aufzutun: Zum einen sind wir rational denkende Menschen, zum anderen sprechen wir von einer Energie, die wir im Urlaub getankt haben, die offensichtlich vorhanden sein muß; diese Energie können wir aber nicht erklären. Sie lässt sich nicht in Watt oder Volt beschreiben. Und trotzdem spüren wir diese Energie, zumindest deren positive Auswirkung.

Und nun stellen Sie sich folgendes vor:
Sie erinnern sich an einen wunderbaren Urlaub, der schon so lange zurück liegt. Sie stellen ihn sich bildlich vor. Sie erinnern sich an wunderschöne Momente, vielleicht an einen atemberaubenden Sonnenuntergang? Passiert es ihnen da nicht, dass ein Lächeln über ihre Lippen huscht?
Passiert es ihnen auch, dass es ihnen besser geht, wenn sie an etwas wirklich Schönes denken? Geht es ihnen nicht besser, wenn sie sich mit einem anderen Menschen ehrlich freuen, wenn diesem etwas Gutes widerfahren ist?
Wenn Sie diese Fragen bejahen können, so haben Sie bereits einen Schritt in Richtung „Energie tanken“ gemacht! Denn jedes Mal, wenn sie sich an schöne Dinge erinnern, oder sich freuen, geht es ihnen anschließend ein bisschen besser. Denn jedes Mal haben sie dabei ein wenig „Energie getankt“.

Es macht doch Sinn, wenn man diese Art des Tankens jederzeit bewusst einsetzen könnte, um den Belastungen des täglichen Lebens besser Stand halten zu können. Somit würde die eigene Kraft gestärkt, letztlich steigt auch die eigene Leistungsfähigkeit. – Eine tolle Sache! Oder?
Wie wäre es, wenn Sie die Möglichkeit hätten, jeden Tag einen kleinen Urlaub zu genießen? Und jeden Tag ein wenig „Energie zu tanken“? Sie glauben dass dies nicht möglich ist? Ich schon!

Ein probates Mittel, dieses Ziel zu erreichen ist zu meditieren. Ich denke, dass dies eines der Hauptziele von Meditationen ist. Aber die Meditation hat noch viel mehr zu bieten!

nach oben

1.2. Was bewirkt Meditation?

Die Meditation hat viele Ziele:

-
tiefste Entspannung
-
Erreichung von Ausgeglichenheit
-
Stressbewältigung
-
Seinen Körper spüren lernen
-
Körperliche Lockerung.
-
Erreichung von Selbstheilung
-
Erreichung von mehr Kreativität, Energie und Produktivität
-
Körper, Geist und Seele in Einklang bringen
-
Aufgestaute Aggressionen und Wut bewältigen
-
Sich anzuerkennen, wer man ist.
-
Lernen, sich selbst zu lieben
-
Lernen, sich besser zu konzentrieren.
-
Und einiges mehr…

Wirkung vom Meditieren

Wenn man meditiert, dann geschieht dies durch den eigenen Geist. Der Geist ist die treibende Kraft. Durch ihn kann man in Welten eintauchen, die man sonst nie erleben kann. Dafür sorgt unsere Phantasie. Der Geist in uns wird auch als „spirituelles Ich“ bezeichnet. (Der Begriff Spiritualität kommt aus dem Lateinischen spiritus, und bedeutet Geist, Geistigkeit. )
Jede Art von Meditation führt in eine tiefe Entspannung, indem sie eine Verbindung zu Körper, Geist und Seele herstellt. Dadurch wird der Mensch in die Lage versetzt, seinen Körper besser kennen zu lernen, und auf dessen Bedürfnisse reagieren zu können.
Daraus resultiert, dass man mehr und mehr in der Lage ist, Erkrankungen zu erkennen und zu heilen, bzw. gar nicht erst entstehen zu lassen. Sehr viele Herzinfarkte und Schlaganfälle könnten vermieden werden, wenn man Wut und Aggression durch gezielte Entspannung bereits im Vorfeld abschwächen könnte. Die Folge daraus liegt in der Tatsache begründet, dass sehr viele körperliche Erkrankungen ihre Ursache in einer erkrankten Seele haben. Der Arzt hat nach wie vor seine Daseinsberechtigung! Die Meditation ist aber eine ergänzende Methode der Heilung, bzw. dient der Vorbeugung von vielen Erkrankungen. Es ist z.B. medizinisch erwiesen, dass der menschliche Körper durchaus in der Lage ist, bis zu 40 Wirkstoffe gegen unterschiedliche Erkrankungen selbst herzustellen. Die körpereigene Herstellung dieser Wirkstoffe muß aber angeregt werden. Dies geschieht z.B. durch die Einnahme von bestimmten Medikamenten. Dies geschieht aber auch, wenn wir dies selber steuern. Wir haben es aber leider verlernt, diese Anregung in Gang zu bringen; viele nehmen lieber Medikamente.

In letzter Zeit gibt es eine ganze Reihe von Untersuchungen, die die Wirkung von so genannten Placebos erforscht. Dies sind Medikamente die verabreicht werden, die keinerlei Wirkstoff enthalten. Dem Patienten wird dies aber nicht mitgeteilt. Er glaubt, ein wirksames Medikament erhalten zu haben. Sehr viele Patienten sprechen auf das vermeintliche Medikament positiv an. Warum? Der Patient ist davon überzeugt, dass das Medikament hilft. Er glaubt also an dessen Wirkung. Letztlich hat ihn der Glaube daran geheilt. Er stellt sich vor, wie das Medikament wirkt. Er weiß, dass das Medikament wirkt. Und dadurch weiß auch sein Körper, dass er wieder gesund werden wird. Und allein durch dieses Wissen aktiviert er seine körpereigenen Wirkstoffe, die letzten Endes tatsächlich die Genesung verursacht haben.

In letzter Zeit ist vermehrt feststellbar, dass selbst Manager das Mittel der Meditation nutzen, und ihre Mitarbeiter auffordern, über spezielle Schulung dies ebenfalls zu tun. Auch in Japan ist dieses in Firmen verbreitet, und wird in der Mittagspause zelebriert. Es wird dort als „Deep Thinking“ bezeichnet.
Warum sollte dann der Normalbürger oder die Hausfrau nicht auch zum Stressabbau in eine fremde Welt eintauchen können?
Damit könnte gewährleistet sein, dass der normale Tagesablauf harmonischer vonstatten geht. So manche Aggression und aufgestaute Wut könnten leichter aufgearbeitet werden.


nach oben

2. Meditation lernen.

Jeder Mensch, der meditiert, hat dies irgendwann einmal gelernt. Es ist nämlich nicht so, dass man zu sich sagt: „Jetzt meditiere ich“, und die Sache geht los. Man muß sich auf eine Meditation vorbereiten, bevor man sie effektiv durchführen kann.
Dies ist etwa so, als wenn man ins Fitnessstudio gehen möchte, um seinen Körper zu trainieren. Neben der Auswahl von geeigneter Kleidung sollte man sich auch körperlich und geistig auf das bevorstehende Training einstellen. Und wenn man sich nur vornimmt, möglichst lange durchzuhalten.

Meditation hat viele Wirkungen. So ist erwiesen, dass man durch meditieren lernt, mit aktuellen Problemen und Belastungen besser umzugehen. Wenn man möchte, kann man diese Belastungen auch zeitweise „ausschalten“. Wie oft kommt es vor, dass man sich im Bett herumwälzt, weil man mit einem Problem beschäftigt ist. Mir selbst erging dies häufig so. Die Folge war Unausgeschlafenheit. Letzten Endes auch Gereiztheit, mit all ihren negativen Folgen. Durch Meditation kann man leichter zur Entspannung gelangen. Dies ist vor allem dann nötig, wenn man viel geistige Arbeit verrichtet.
Wenn man sich physisch verausgabt, so kann man die daraus resultierende Erschöpfung relativ leicht wieder durch Ruhe kompensieren. Bei geistiger Angespanntheit geschieht die Regeneration nicht so leicht. Jeder, der anspruchsvolle Literatur liest, hat das sicher schon gemerkt.

Eine Meditation ist eine Tätigkeit, die letzten Endes zu einem bestimmten geistigen Zustand führt. Man spricht von einem Alpha-Zustand. Dies hat mit den Alphawellen zu tun, die man auch messen, und im so genannten Elektroenzephalogramm darstellen kann. Im Alpha-Zustand erzeugt das Gehirn Schwingungen im Frequenzbereich von etwa acht bis 12 Hertz. Der Mensch ist dabei geistig wach, befindet sich aber in einem ausgeprägten Entspannungszustand. Dieser ist von Ruhe und Harmonie geprägt, und begünstigt Kreativität und Phantasie. Problemlösungen fallen hierbei besonders leicht. Beide Gehirnhälften sind aktiv. (Die linke Gehirnhälfte ist für die verstandesbetonten, die rechte für die emotionalen Handlungen zuständig.) Um in diesen Zustand zu kommen, bedarf es aber eines gewissen Trainings.

Der Mensch befindet sich im normalen Alltagsbewusstsein im Beta-Zustand. Dabei befinden sich die Gehirnschwingungen im Bereich von 13 bis 38 Hertz. Dieser Bereich wir noch unterschieden in den Bereich 13 bis 21 Hertz. Dieser steht für den Zustand guter Aufmerksamkeit. Den Bereich von 21 bis 38 Hertz ordnet man einer erhöhten Alarmbereitschaft zu.
Neben dem Bereich des Alpha- und Beta-Zustandes gibt es noch den Theta-Zustand (3 bis 8 Hertz) und den Delta-Zustand (0,4 bis 3 Hertz). Ganz allgemein kann man sagen, je niedriger die Schwingungen der Gehirnwellen sind, desto näher befindet sich der Mensch dem Trance-Zustand. Je höher sie sind, desto aufgeregter ist er.

Man muß also lernen, sich zu entspannen. Ziel ist, den Alpha Zustand zu erlangen, ohne dabei einzuschlafen. Aber selbst, wenn man einschläft, so hat dies keine negativen Folgen! Das Unterbewusstsein wird der geführten Meditation auch dann folgen.
Ich habe aus eigener Erfahrung gelernt, dass es sehr hilfreich ist, wenn man auf die Hilfe eines Trainers zurückgreifen kann. Ebenso hat die Art und Weise, wie dieser vorgeht, unterschiedliche Wirkungen. So ist die Wirkung davon abhängig, ob der Trainer während der Meditation nur spricht, oder ob er auch durch Berührungen Einfluß auf mich nimmt. Außerdem trägt eine entspannende Hintergrundmusik oftmals zum Erfolg einer Meditation bei. Und nicht zu vergessen sind angenehme Gerüche, welche durch Räucherstäbchen, Gewürze, Weihrauch ec. hervorgerufen werden.

Als sinnvoll hat es sich erwiesen, dass vor der ersten Meditation ein Gespräch mit dem Trainer stattfindet. Dieses Gespräch soll es ermöglichen, dass sich der Trainer ein Bild von dem „Neuen“ machen kann; der „Neue“ wiederum soll die Möglichkeit erhalten, seinen Trainer und dessen Umfeld näher kennen zu lernen, und auch ein gewisses Maß an Vertrauen aufzubauen.
Die Aufgabe des Trainers ist es dann, dem neuen Mitglied die Meditation in kleinen Schritten näher zu bringen. Diese kleinen Schritte können dann schon mehrere Sitzungen in Anspruch nehmen. Man darf allerdings nicht davon ausgehen, dass man in nächster Zeit seine Ausbildung abgeschlossen hat, und dann fertig ist. Meditation ist ein Prozess, der sich ein Leben lang fortsetzt. Man kann natürlich eine gewisse Professionalität erreichen; fertig wird man damit nie. Man kann aber Schritt für Schritt immer besser werden.

nach oben

2.1. Äußere Einflüsse

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Meditation: geführte Meditationen und selbständige Meditation. Beide Arten haben aber gemeinsam, dass es bestimmte Voraussetzungen gibt, die ein Gelingen positiv beeinflussen können.

-
Man sollte eine Kleidung wählen, die sich „nicht bemerkbar“ macht. So sollte man eine Hose, die wegen eines eng anliegenden Gürtels Druck auf den Körper ausübt, vermeiden.
-
Wenn möglich, sollte man einen Raum wählen, der den Meditationen vorbehalten ist. Alternativ ist auch ein definierter Bereich in der Wohnung geeignet. Allein dadurch, dass man für die Meditation nur einen bestimmten Ort wählt, stellt man sich im laufe der Zeit fast automatisch auf die Meditation ein, wenn man sich dorthin begibt. Dies hat mit dem Gewöhnungseffekt zu tun. Dies ist ähnlich, wenn man z.B. einen sakralen Raum betritt: Man wird sich aufgrund seiner Erziehung fast schon automatisch entsprechend anders verhalten.
-
Der Raum sollte so ausgewählt werden, dass man möglichst nicht gestört wird. Es sollte also kein Durchgangszimmer sein, wo Leute durchgehen.
-
Die Luft sollte sauerstoffreich sein (Lüften, Landluft), das mindert die Gefahr des Schläfrigwerdens
-
Der Raum sollte nicht zu warm sein. Besser wäre, wenn er etwas kühl ist. Es ist wegen der einschläfernden Wirkung höherer Temperaturen besser, eine leichte Decke zu nehmen, als die Raumtemperatur zu erhöhen.
-
Man sollte sich mit einer geeigneten Decke zudecken, welche ausschließlich für Meditationen vorgesehen ist. (Gewöhnungseffekt)
-
Man soll (vor allem als Anfänger) während der Meditation körperlich möglichst entspannt sein. Dies kann im Lotussitz oder eine seiner Abwandlungen, auf einem Stuhl sitzend oder auf einer Matratze liegend, sein. Wichtig dabei ist, dass man sich wohl fühlt. Es ist übrigens schon vorgekommen, dass erfahrene Menschen in einer vollen S-Bahn meditierten. Das Fixieren eines Punktes während der Dauer einer Minute kann der Erholung einer Stunde Schlaf entsprechen.
-
Vor der Meditation ist es sinnvoll, dass menschliche Bedürfnisse befriedigt werden. Wenn man Hunger oder Durst verspürt, so kann dies zu einer ungewollten Ablenkung der Gedanken kommen. Man kann sich dann nicht mehr ausreichend auf die Meditation konzentrieren.
-
Während der Meditation sollten die Augen geschlossen sein, um sich nicht ablenken zu lassen. Bei Fortgeschrittenen können diese wahlweise geöffnet sein.
-
Der Raum sollte die Möglichkeit haben, abgedunkelt zu werden. Wenn man in einem hellen Raum die Augen schließt, bekommen die Augen noch so viel Licht geliefert, dass man dadurch eventuell abgelenkt wird.
-
Die tägliche Ausführung ist am effektivsten nach dem Aufstehen, oder vor dem zu Bett gehen. Der Mensch als Gewohnheitstier schaltet dann viel leichter um.
nach oben

2.2. Meditationshaltung

Bei jeder Meditation ist die Körperhaltung von großer Bedeutung. Es gibt verschiedene Körperhaltungen, die für die Meditation geeignet sind. Es sollte möglich sein, für längere Zeit in dieser Position zu bleiben, ohne dem Körper Stress zuzufügen. Das Ziel dieser Sitzhaltung ist, dass der Körper selbständig in dieser Haltung verbleiben kann, ohne dass man diese bewusst korrigieren muß. Außerdem soll sie als angenehm empfunden werden, damit der Körper nicht als störend wahrgenommen wird. Ob die gewählte Sitzhaltung auch für längere Zeit als angenehm empfunden wird, wird sich im Laufe der Zeit herausstellen. Nach längerem Verbleiben in einer Sitzhaltung wird jede irgendwann unangenehm, da sich Körper und Geist erst an längeres, bewegungsloses Sitzen gewöhnen müssen.

nach oben

2.3. geführte Meditation

Wie der Name schon sagt, wird bei einer geführten Meditation der Verlauf der Meditation geführt. Dabei übernimmt eine Person die Führungsrolle. Es ist dabei grundsätzlich gleichgültig, ob diese Person anwesend ist, oder dessen Stimme vom Band oder CD kommt. Wichtig dabei ist, dass sich der Meditierende auf das Gesagte konzentriert, und seine Phantasie entsprechend ausrichtet. Allerdings ziehe ich die Anwesenheit eines Sprechers einem Tonträger vor. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Der wichtigste Grund ist aber, dass der Sprecher auf die Bedürfnisse des oder der Meditierenden eingeht, und nach der Meditation eine gegenseitige Rückmeldung über die Empfindungen erfolgt.
Die eigentliche Meditation wird vom „Einklang“ und dem „Ausklang“ umrahmt. Dabei wird im Hintergrund meist leise Entspannungsmusik gespielt. Die Stimme des Sprechers sollte dabei leise und möglichst angenehm sein.

nach oben

2.3.1. Der Einklang

Klippen am Meer

Der Einklang ist ein Vorgang, der am meisten vom Meditierenden abhängig ist. Je nach dem, wie schnell er in den Alphazustand gelangt, wird der Umfang des Einklangs größer oder kleiner sein, und damit mehr oder weniger Zeit in Anspruch nehmen. Das Ziel des Einklangs ist es, den Meditierenden in den Alphazustand zu führen. Um dieses Ziel zu erreichen, wendet der Sprecher unterschiedliche Vorgehensweisen an. Bei einem erfahrenen Meditierenden wird es reichen, dass der Sprecher ihn auffordert, nun ganz ruhig zu werden, und in sein Innerstes zu gehen. Bei Anfängern wird dies nicht reichen! Der Sprecher muß sich auf sein Gegenüber einstellen, und ihn in kleinen Schritten zu seinem Innersten führen. Wie viele Schritte dies sein müssen, hängt davon ab, welchen Ausbildungsstand der Anfänger mitbringt.

Dabei wird immer von „außen nach innen“ gegangen.

Zuerst kommt die körperliche Beruhigung. Der Sprecher wird die Aufmerksamkeit des Meditierenden zunächst auf dessen Körper lenken. Dabei geht er von einer Körperregion zur nächsten und erläutert, was der Meditierende damit tun soll. Dies kann beispielsweise eine Anspannung mit anschließendem Loslassen eines Körperteiles sein.
Sinn davon ist, dass der Meditierende seinen Körper intensiv wahrnimmt und eventuelle Verspannungen löst. Ebenso ist dies der erste Vorgang, den Meditierenden auch geistig zu lenken, und zur Ruhe kommen zu lassen.

Wenn dieser Schritt abgeschlossen ist, lenkt der Sprecher die Aufmerksamkeit des Meditierenden auf dessen inneren Teile seines Körpers. Dabei geht der Sprecher wieder alle Körperregionen nacheinander durch, wobei man diese Regionen dann mit Licht erfüllt. Die meisten Menschen die noch nie meditierten, haben Probleme sich dies bildlich vorzustellen.
Mit dieser ausführlichen Weise des Einklangs soll zunächst erreicht werden, dass der Meditierende seine Phantasie trainiert. Außerdem soll er lernen, sich gezielt auf einen bestimmten Punkt zu konzentrieren. Anfangs wird er sich von äußeren Einflüssen, wie Geräusche, oder anderen eigenen Gedanken, ablenken lassen. Mit fortschreitender Übung wird dies aber immer besser gelingen. Es ist von jedem Meditierenden abhängig, wie lange es dauert, bis seine Konzentration so weit gestärkt ist, dass er sich nicht mehr ablenken lässt.

Als letzter Teil des Einklangs wird der Sprecher den Meditierenden auffordern, gedanklich in sein Innerstes zu gehen. Damit ist das geistige Zentrum des Menschen gemeint. Dieses Innerste kann man sich als den privatesten Raum des Menschen vorstellen. Ein Mittel, dies leichter zu erreichen ist, daß man gedanklich Schritt für Schritt in sein Innerstes geht. Eine Möglichkeit für den Sprecher ist, dass man dem Meditierenden auffordert, nun eine Treppe zu betreten, die nach unten führt. Stufe für Stufe geht man gedanklich nach unten, und gelangt somit in sein Innerstes. Der Sprecher beschreibt, wie eine Stufe nach der anderen genommen wird, und man schließlich in „seinem Raum“ ankommt.
Wenn der Mensch diesen Raum erreicht hat, befindet er sich im Alpha Zustand. Er ist dabei geistig wach, befindet sich aber in einem ausgeprägten Entspannungszustand. Die eigentliche Meditation kann beginnen….

Sie sehen, dieser Teil der Entspannung ist bereits Bestandteil einer Therapie. Diese besteht darin, die Konzentrationsfähigkeit zu trainieren. Der Geist wird dazu bewegt, seine Gedanken nicht mehr sich selbst zu überlassen, sondern einem definierten Ziel zu folgen. In diesem Fall ist das Ziel, völlig losgelöst von der übrigen Welt in die eigene Welt einzutauchen. Ganz nebenbei wird dabei höchste Entspannung erreicht. Sie sind dabei, den eigenen Körper näher kennen zu lernen, und Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen.
Diese Fähigkeit ist Grundvoraussetzung, auch komplexe Dinge zu lernen; für eine komplexe Welt in der wir uns befinden.

nach oben

2.3.2. Die Meditation

Es ist sinnvoll, vor der Meditation das Ziel der Meditation mit dem Sprecher zu vereinbaren. Legen Sie fest, wie lange die Meditation dauern soll und daß Sie sie nicht vorzeitig abbrechen werden. Setzen Sie sich am Anfang kleinere Ziele, so werden Sie schnell Erfolge erzielen. Die wiederum werden Sie motivieren, auch künftige Meditationen mit Freude zu machen.

Der Sprecher hat Sie nun in Ihren persönlichen Raum geführt. Diesen Raum können Sie so gestalten, wie Sie ihn für richtig empfinden. Dieser Raum ist der Ausgangspunkt für den nun folgenden geistigen Ausflug. Damit Sie ihm folgen können, müssen Sie ihren Raum verlassen. Dies tun Sie in der Regel durch eine Türe, deren Aussehen Sie selbst festlegen. Der Sprecher nimmt Sie mit auf eine Reise. Wohin die Reise geht, ist vom Sprecher und Ihnen selbst abhängig. Beispielsweise könnte das Ziel sein, eine Bergwanderung durchzuführen, eine Südseeinsel besuchen, einen japanischen Garten mit See betreten, eine Vollmondwanderung, usw.
Irgendwann ist das Ziel erreicht, und die Reise beendet. Sie betreten wieder Ihren Raum, und sind gedanklich wieder in Ihrem Innersten angekommen.

nach oben

2.3.3. Der Ausklang

Am Ende der Reise führt Sie der Sprecher wieder in die gewohnte Welt zurück. Wie er dies macht ist davon abhängig, wie der Einklang durchgeführt wurde. Auf dem Weg aus Ihrem persönlichen Raum benutzt er den gleichen Weg, den Sie genommen haben. In unserem Beispiel werden Sie wieder Ihren Raum über die Treppe verlassen, um langsam wieder ins hier und jetzt zurück zu kehren. Am Ende des Ausklangs folgt meist ein sich Recken und Strecken. Dann spannen Sie alle Muskeln so fest es geht an. Denken Sie auch an die Gesichtsmuskeln. Dann lassen Sie alle Muskeln locker! Das ist wichtig, damit Sie nach dieser Zeit der Lösung von Ihrem Körper wieder vollständig in Ihren Körper "zurückkommen".












SSch